Katzengejammer

Alltagsg'schichten unserer Zwerge

Do

05

Sep

2013

Heute stirbt ein Teil von mir

Heute um 20:00 Uhr kommt die Tierärztin zu uns, um Richy sanft einschlafen zu lassen. Die letzten 2 Tage hat Richy nicht mehr wirklich was gefressen. Nur ein paar Mal über das Futter drüber geschleckt, und dann wieder schlafen gegangen. Leider ein Zeichen, dass der Krebs nun so weit fortgeschritten ist, dass seine Lebensqualität nur noch rasant bergab gehen wird. 

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Fr

19

Jul

2013

Zwischenstand Richy

Wir haben nicht gedacht, dass uns doch noch eine so schöne Zeit mit unserem kleinen Liebling bleibt. Natürlich dreht sich jetzt alles nur noch um ihn, und wir nehmen viel in Kauf, damit er alles bekommt, was er will. 

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Do

20

Jun

2013

In der Badewanne bin ich Kapitän ...

It's Summertime, Baby! Ab in die Wanne!

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Mi

02

Jan

2013

2013 - das Jahr der Katze

Ruhig ist es in den letzten Monaten bei uns geworden ... zu ruhig! Ich verliere mich immer mehr in mein Altmänner-Dasein. Das muss sich wieder ändern! Zum Glück sind die nächsten Abenteuer schon geplant! Und so viel sei verraten: 2013 wird das Jahr der Katze!

 

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Fr

26

Okt

2012

Winterspeck

Pünktlich mit September hat sie angefangen: die Fresserei um sich den ultimativen Winterspeck zuzulegen. Einzige Hürde dabei: unsere Menschen!!!

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Di

10

Jul

2012

Wenn einer eine Reise tut ...

... dann kann er was erzählen! Ich jetzt auch. Denn vorige Woche wurde ich ins Auto verfrachtet und los ging die holprige 2-stündige Autofahrt. Anstrengend war das! Nicht mal schlafen konnte man. Zum Glück hat sich meine Katzenmutter bemüht, mir die Reise mit Kuscheldecke, Körbchen und viel Streicheleinheiten so angenehm wie möglich zu machen. Aber ich ahnte schon, dass sich das ganze lohnen wird, deshalb war ich auch vorbildlich brav! ;)

 

 

 

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So

13

Mai

2012

Urlaub bei der Katzenoma

Gestern Abend ging es mit dem Auto Richtung Oberösterreich nähe Steyr zur Katzenoma. Ich bin zwar jetzt nicht mehr auf Insulin, aber sollte ich wieder rückfällig werden, fanden meine Menschen es für wichtig, dass ich mal auf meine "Urlaubsfähigkeit" in näherer Umgebung getestet werde.

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So

06

Mai

2012

Unkaputtbar

von Richy

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Fr

06

Apr

2012

Hilfe, ich bin zuckersüss!

Na klass!
Jetzt bin ich Diabetiker! 

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Familien-Blog

Do

02

Jan

2014

Ein neues Jahr - der Schmerz bleibt

Jetzt ist es fast 4 Monate her, dass uns unser kleines Baby verlassen hat. Und es tut noch immer so weh, als ob es erst gestern geschehen ist. Der Versuch, ein wenig Normalität in den Alltag zu bringen klappt nur bestimmt. Besonders über die Feiertage war es besonders schwer. 

Weihnachten ist gottseidank vorbei, und der Jahreswechsel war wie jedes Jahr nichts Besonderes. Jedes Jahr freut man sich auf die Feiertage und die Weihnachtszeit, und wenn sie da ist ... fehlt der Zauber. 

 

Dieses Jahr wurde mir noch zusätzlich bewusst, wiesehr ich noch immer an meinem Richy hänge. Tränen unterm Weihnachtsbaum (eigentlich den gesamten 24. Dezember), und zu Silvester ein hoffnungsvoller Blick in den Himmel und ein geflüstertes "ich hoffe es geht dir gut, ich vermisse dich, ich hab dich lieb" in die turbulente Feuerwerksnacht. 

 

Die Frage, ob es mir gut gehe, kann ich noch immer nicht beantworten. Oberflächlich gesehen geht es mir gut. Ich lache mit Bekannten, ich unternehme etwas, ich probiere mich seit Neuestem im Skitourgehen ... alles ganz normal. An manchen Tagen glaube ich es sogar selbst, so überzeugend kann ich mich der Oberflächlichkeit hingeben. Wie es mir wirklich geht, merke ich in meinem Alltag jedoch beim Lernen. Konzentrationsschwächen, keine Aufnahmefähigkeit, jede Prüfung zum Scheitern verurteilt. Das drückt natürlich auch auf's Gemüt, besonders wenn man dann auch noch den Ehemann im Genick hat. 

 

Alle paar Tage kommt mitlerweile noch der Schub, an dem das Verdrängte, wie eine brodelnde Lava seinen Weg an die Oberfläche sucht. Meistens schaffe ich es so lange zurück zu halten, bis ich alleine bin. Denn nirgends spüre ich meinen Richy so gut, als wenn ich einsam bin. Ich kann ihn hören, ich kann ihn fühlen, ich weiß noch, wie es sich anfühlt, wenn ich seinen kahlgeschorenen rosa Bauch geküsst habe. Ich weiß, wie es sich anfühlt, ihn beim zu Bett gehen, die Stufen hinunter zu tragen, ich höre ihn schnurren, und sehe ihn vor mir am Fressplatz stehen, ich sehe ihn in seinem Körbchen liegen, wo er sich grunzend räkelt. Und ich sehe, wie er mich mit seinen großen goldenen Augen mit dem kleinen dunklen, rotbraunem Fleck in seiner Iris, und den leicht grünlichen Rändern um die Pupille ansieht, wie er vor mir steht und wartet, bis ich "hopp" sage, damit er auf die Couch springt und sich schnurrend zu mir legt.  

 

Das einzige, was ich nicht mehr kann, ist ihn zu riechen. Dabei habe ich mir am letzten Tag noch sehr viel Zeit dafür genommen, es mir einzuprägen - jedes Detail von ihm. Und es ist ein äußerst bedrückendes Gefühl des Versagens, dass ich es einfach so vergessen konnte. Ich habe Angst. Angst vor der Zeit, Angst, noch mehr zu vergessen. Nicht mehr zu wissen, wie sich sein Schnurren anhört, nicht mehr seine Augen zu sehen, ihn nur noch als Haustier in Erinnerung zu haben. 

Gedanken, die ein anderer vermutlich nicht verstehen kann. Gedanken, die mich selbst zu dem Schluss kommen lassen - nein, es geht mir ganz und garnicht gut. 

 

Aber was nutzt die Erkenntnis, wenn man garnichts daran ändern kann? Man kann das Leben nur weiter laufen lassen ... und ohnmächtig zusehen, wie man Stück für Stück mehr vergisst. Sich jedes Mal aufs Neue kränken, wenn man ein Detail nicht mehr vor seinem geistigen Auge projezieren kann, das man letzte Woche noch ganz klar vor sich sah. 

 

Seit Richy fort ist, fehlt mir ganz klar die Ruhe. Es ist zwar schön, zwei andere Katzen zu haben, die man streicheln und umsorgen kann... aber es ist nicht das selbe. Es darf auch niemals das selbe werden. Es ist schön, mit ihnen zu kuscheln, aber das was mir fehlt ist, dass ich mich nicht fallen lassen kann. Wenn ich meinen Richy im Arm hatte, er sanft geschnurrt hat, und seine Krallen leicht in meinen Pulli gebohrt hatte, als wolle er sagen "halt mich fest, und lass mich nie wieder los", dann  löste sich in mir jede Verkrampfung, jede Anspannung, jeder Druck. Dann konnte mich für einen kurzen Moment die ganze Welt gern haben. Sie war dann auch nicht mehr wichtig, weil ich mein Glück gerade in mir drinnen empfand. Und genau dieses Glück ist mit ihm gegangen. Natürlich kann ich noch Freude empfinden, und ich liebe auch meinen Mann. Aber nichts und niemand schafft es, mir dieses Gefühl zu geben.  Das Gefühl, dass die Welt ganz still wird, dass das einzige das man hört, das regelmäßige Vibrieren deines kleinen besten Freundes ist, der in diesem Moment genau die gleiche innere Ruhe und Glückseeligkeit empfindet. Dass wir zwei Puzzleteile sind, die sich gerade nahtlos ineinander gefügt haben. Zwei Seelen, die einfach zusammen gehören ... und ohne die ich nur noch ein halber Mensch bin.... 

 

Erst dachte ich, ich freue mich auf das Jahr 2014, weil ich all den Schmerz vergessen werde, den ich 2013 erlebt habe. Aber mir wurde dann plötzlich bewusst, dass dazu auch gehört, Richy Stück für Stück zu vergessen. Eine Situation, die so oder so nur schlecht für mich ausgehen wird. In diesem Sinne ... ein "frohes neues Jahr"!

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Do

05

Sep

2013

Heute stirbt ein Teil von mir

Heute um 20:00 Uhr kommt die Tierärztin zu uns, um Richy sanft einschlafen zu lassen. Die letzten 2 Tage hat Richy nicht mehr wirklich was gefressen. Nur ein paar Mal über das Futter drüber geschleckt, und dann wieder schlafen gegangen. Leider ein Zeichen, dass der Krebs nun so weit fortgeschritten ist, dass seine Lebensqualität nur noch rasant bergab gehen wird. 

Wir haben ihm die letzten 2 Tage mit Baby-Aufzuchtmilch gefüttert, um zu sehen, ob es vielleicht nur eine Entzündung ist, die sich wieder legt. Aber leider war das nicht der Fall. Der Aufzuchtmilch verdanken wir, dass es Richy nicht komplett armselig geht. Er schnurrt weiterhin wenn er gestreichelt wird, dürfte keine allzugroßen Schmerzen haben, aber natürlich wird er jetzt schnell schwächer. 

 

Die Entscheidung ist gestern Abend gefallen, und heute in der Früh wurde alles mit der Tierärztin vereinbart. Es bleiben also nur noch wenige Stunden, wo ich ihn anschauen und ihn ab und zu in seinem Körbchen streicheln kann. Egal wie lange man schon damit rechnet, dass er jederzeit sterben kann.... im Endeffekt ist man nie darauf vorbereitet. 

 

Nachdem mein Richy mein besonderer Seelenpartner ist, kommen heute ganz viele Gefühle zusammen. Angst, Trauer, Schmerz, Verzweiflung, Panik, Verlorenheit, Unfähigkeit, Orientierungslosigkeit, Taubheit, und nochmal Angst, Angst, Angst und Verzweiflung, Verzweiflung, Verzweiflung. 

 

Es ist das erste Mal, dass ich jemanden verliere und ich wirklich Panik habe, dass ich nicht weiß, wie es weiter gehen soll. Richy war mein Grund für alles - besser kann ich es nicht ausdrücken. Es ist so, als ob man einen Menschen Mitten in der Gobi Wüste aussetzt, ohne irgendetwas. Man kann zwar beginnen in eine Richtung zu wandern, aber im Endeffekt weiß man, dass das bei 1,2 Mio qkm keinen Sinn hat. Aber man geht halt. Weil irgendwas muss man ja tun. 

 

Heute wird der mit Abstand schlimmste Tag in meinem Leben. Ich sterbe - aber nur zum Teil. Zu wenig, um dies alles hinter mich zu lassen, und zu viel, um es jemals zu überstehen. 

Heute stirbt ein Teil von mir

 

Der Tag ist gekommen,

alles wirkt so verschwommen,

rund um mich erscheint alles so laut,

so fremd, so kalt, so unvertraut.

 

Die Sonne blendet mein Gesicht,

Wie spät es ist? Ich weiß es nicht.

Doch zu spät um dir noch das zu sagen,

 was ich verabsäumt hab, in den vergangenen 16 Jahren.

 

Ich seh dich dort liegen – so schön wie immer,

und gerade das macht es eigentlich noch wesentlich schlimmer.

Du reisst dich zusammen, damit ich nichts merke,

was bis zum Schluss ungebrochen ist, ist deine Stärke.

 

Heute Abend wirst du zu Bett gebracht,

und sanft entschlummern in deine längste Nacht.

Deine Hand werde ich halten – bis zum Schluss,

mich bei dir bedanken mit einem letzten Kuss.

 

Eines Tages – hoffentlich,

werden wir wieder zusammen sein – du und ich.

Bitte warte auf mich, egal wie lang, 

bis ich dich wieder in meine Arme schließen kann.

 

Ich liebe dich, wie sonst nichts auf der Welt,

jeden Tag hast du mein Leben erhellt.

Dich gehen zu lassen ist eine unendliche Qual,

aber mir bleibt nichts anderes über  - ich hab keine Wahl.

 

Mit dir stirbt heute ein Teil von mir,

denn du weißt mein Herz gehörte nur dir.

Ich weiß nicht was ich ohne dich tu,

denn der Grund für jeden einzelnen Tag warst du.

 

Für dich hab ich gebetet, aus ganzem Herzen,

Gott möge sie mir geben, deine Schmerzen.

Dich befrei’n von dem Krebs der dich zerstört,

aber er hat mich wohl nicht gehört.

 

Morgen hab ich keinen Grund mehr aufzusteh’n,

wenn ich könnte, würde ich mit dir geh’n.

Wer passt denn im Himmel auf, auf dich?

Und wer passt vor allem hier auf auf mich?

 

Du hast mich ins Leben zurück gebracht,

Bist an meiner Seite geblieben, Tag und Nacht.

Du gabst mir so viel Mut und Kraft,

ohne dich, hätte ich vieles nicht geschafft.

 

Am Ende hast du mir mehr gegeben als ich dir,

ich schäm mich so – bitte glaube mir.

Ich hätte mehr tun können, das ist mir jetzt klar,

bitte verzeih mir, dass ich keine bessere Mutter war.

 

Ich hoffe ich kann dir deinen letzten Gang,

so einfach und schmerzfrei machen, wie ich kann.

Zum Abschied flüster ich  zu dir einen letzten Satz:

„Schlaf gut, träum schön, mein kleiner Schatz“. 

Mein süßer kleiner Schatz - ich werde dich bis an mein Lebensende vermissen. Den Platz in meinem Herzen wird niemand mehr einnehmen können. Du hinterlässt keine Lücke, sondern eine Ruine - ein Gebäude, in das mehrfach eine Abrissbirne hinein gekracht ist. 

 

Ich hoffe unser Abschied ist nicht für immer. Ich hoffe du wartest dort wo du hingehst auf mich. 

 

Danke für deine Liebe, dein Vertrauen, deine Loyalität und die viele Kraft, die du mir gegeben hast. 

Ich werde dich immer lieben. 

 

Deine Mama

 

 

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Fr

19

Jul

2013

Zwischenstand Richy

Wir haben nicht gedacht, dass uns doch noch eine so schöne Zeit mit unserem kleinen Liebling bleibt. Natürlich dreht sich jetzt alles nur noch um ihn, und wir nehmen viel in Kauf, damit er alles bekommt, was er will. 

Richy's Diagnose ist jetzt schon einige Wochen her. Es gibt immer wieder "Gute" und "Schlechte" Tage. 

 

An den schlechten merkt man, wie er Bauchweh hat, sich 5 - 10 x umlegen muss, bis er eine Position findet, wo er schlafen kann. Meistens sind das jene Tage, die auf intensiven "Katzenstangerl-Konsum" oder "Leckerli-Mißbrauch" folgen. Vermutlich unsere Schuld, wenn wir es einfach ZU gut mit ihm meinen. Trotzdem schnurrt er, wenn er beschmust wird, und kommt Nachts ins Bett gehüpft (über eine kleine Treppe), und fordert - zumindest solange der Bauch nicht weh tut - sein Einschlafen Arm in Arm. 

 

An den guten Tagen kehren die Lebensgeister zurück. Es wird mit größten Ambitionen gefressen, große Augen sehen einen an, bevor ein krächzendes aber sehr forderndes "nimm mich hoch und schmus mich"-Miau durch die Wohnung schallt. An den guten Tagen zeigt Richy Interesse an Spielzeug rumkauen, oder vorgestern wurde dem Zorro eine runter gehauen, als er sich erlaubt hat das Heiligtum Couch zu betreten. 

 

Das Erbrechen hat fast vollständig aufgehört. Gefressen wird aber nur noch qualitativ Minderwertiges. Also das ganze Biofleisch und Futter mit hohem Fleischanteil ohne Zusatzstoffen und ohne Zucker kann ich mir aufzeichnen. Ich glaub für ihn ist das gerade so, als würde er jeden Tag zum Mäci gehen... 
Am Liebsten währe ihm eine Ernährung rein aus Stangerl und Knuspertaschen (der größte Mist in der Katzenfutterindustrie). Aber ab und zu darf es auch noch ein Gourmet-Mousse sein. Bisher hat er das nie vertragen, und immer sofort einen Anfall mit der Leber/Galle bekommen, weil es einfach zu fett ist. Mittlerweile fressen wir bis zu 3 Schalen am Tag davon. Dann haben wir zwar ein bisschen Durchfall, aber sind glücklich. 

 

Er zumindest - Weil leider verschmäht er nun immer öfter das Katzenklo. Wir wissen nicht genau weshalb. Manchmal dürfte es ihm nicht sauber genug sein, mal macht er sein Kleines Geschäft rein, und ekelt sich dann davor nochmal rein zu gehen, und macht unmittelbar danach das große Geschäft davor. Mal hab ich das Gefühl, er kommt nicht rechtzeitig die Treppen hinunter zum Katzenklo, und macht eben auf halbem Weg wohin, oder gaxt uns auf den Balkon, weil reingehen es draussen schöner ist. Vermutlich ist auch der ein oder andere "Unwohlsein-Protest" dabei. Aber wir können den Grund eben nicht genau ausmachen. 

 

Obwohl er wirklich erstaunliches Durchhaltevermögen zeigt, und noch immer gut gelaunt ist, merken wir, dass der Krebs an ihm nagt. Sein Bauch ist von den Tumoren ganz prall und kugellig, und die Kraft in den Beinen wird langsam aber doch weniger. Wir müssen bei Hochnehmen schon gut darauf aufpassen, ihn nicht am Bauch zu erwischen. Eine Hand kommt zwischen die Vorderbeine auf die Brust - die andere tatscht leicht auf den Popo - das ist das Zeichen und er setzt sich von alleine in die Hand hinein. Schnurr-Aparat wird angestellt. 

 

Es berührt mich sehr, wie tapfer der Kleine ist. Er lässt sich einfach nicht unter kriegen. Obwohl er schon so eingeschränkt ist, findet er anscheinend noch immer einen Grund weiter zu machen. Und er kann sich noch über so viele Dinge freuen. Ja - ich glaube wirklich, dass mein Kater noch immer glücklich ist. Auch wenn er oft Schmerzen hat. Da denke ich immer wieder an meine Oma, die im Mai leider von uns gegangen ist. Die hatte die letzten 2 Jahre keinen schmerzfreien Tag mehr. Und als sie nicht mehr essen konnte, hat es noch ganze 2 Monate gedauert, bis sie erlöst wurde. Ich vergleiche das sehr oft mit Richy, weil ich mich natürlich frage, wann der richtige Zeitpunkt für Euthanasie ist. Und ich kann beruhigt sagen - Richy ist noch nicht so weit. Ich weiß, dass er an seinem Krebs sterben wird. Aber noch nicht. Ich vergleiche seinen Zustand mit dem meiner Großmutter so gegen Februar/März, wo die Runden zu Fuß um den Krankenhaus-Pavillon zwar schon sehr beschwerlich, aber noch möglich waren. So lange ER sich selbst nicht aufgibt - was für eine Katzenmama wäre ich, wenn ICH ihn aufgebe? Er darf bleiben, solange er das will... Und dafür nehmen wir so einiges gerne in Kauf.

 

Jetzt gerade liegt er schnurrend auf meiner Schoß, und tatscht alle 10 sekunden mit den Krallen auf meine Hand - auf die Art: "Lass den Blechtrottel, ich will mit dir schmusen!" Und genau das werde ich jetzt auch tun!

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Fr

21

Jun

2013

Die Vorbereitungen

Wir bereiten für Richy alles vor, damit wir uns dann wenn es soweit ist, nur noch um ihn kümmern müssen. 

Ich weiß einfach nicht, wohin mit meinen Gedanken. Deshalb missbrauche ich jetzt einmal unseren Blog, um mir alles von der Seele zu schreiben. Es ist mir ehrlich gesagt egal, ob das hier wer liest, ob mich wer für verrückt hält oder es unpassend ist. Es muss raus... 

 

Ich verbringe heute schon den ganzen Tag damit, für Richy's letzte Ruhe alles vorzubereiten. Ich habe gleich in der Früh mit der Tierärztin gesprochen, welche Medikation nun in den nächsten Wochen die sinnvollste ist, um ihn bestmöglich zu versorgen. Leider können wir nicht mehr allzuviel mit den Dosierungen hinauf gehen. Ein wenig mehr Cortison darf er haben. Ich hoffe es reicht ihm. 

 

Richy weiß, dass etwas nicht stimmt. Und er weiß auch, dass ich es jetzt auch weiß. Mir kommt vor, dass er sich heute ein bisschen weniger bemüht, den gut gelaunten Kater für mich zu spielen, damit ich mir keine Sorgen mache. Die Untersuchung gestern war anscheinend doch recht schmerzhaft. Heute merkt man ihm das Bauchweh wieder ein bisschen mehr an. 

 

Ich habe auch schon ein Tierkrematorium für ihn ausgesucht. Ein kleines, privates Unternehmen in Familienhand, dass von der Webseite her sehr verständnis- und pietätsvoll klingt. 

 

Die Urne habe ich heute auch schon bestellt. Es wird ein Unikat, das ich mir aus Deutschland liefern lasse. Ein weißes Keramik-Herz mit Kerze (siehe Titelbild). Graviert wird es natürlich auch noch. In etwa 3 Wochen sollte sie geliefert werden. 

 

Weiters habe ich mit der Tierärztin ausgemacht, dass Richy daheim eingeschläfert werden darf. Wir werden im Schlafzimmer alles vorbereiten, und uns bis zum letzten Atemzug zu ihm kuscheln. So schlafen wir jede Nacht gemeinsam ein. Also soll es bei seiner längsten Nacht auch so sein. 

 

Sollte es bei der Tierärztin aus verschiedenen Gründen nicht möglich sein, habe ich auch noch dem Tiernotarzt ein Mail geschrieben und eine Euthanasie für zu Hause angefragt. Da ist leider noch die Antwort offen. 

 

Ich hoffe wirklich, dass sein letzter Weg nicht allzu schwer für ihn wird, und dass es ihm IRGENDWIE hilft, dass wir da sind. Abnehmen kann ich es ihm leider nicht... aber ich würde, wenn ich könnte. Ohne zu überlegen. 

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Fr

21

Jun

2013

Die letzten Tage ...

Die letzten Tage ziehen herein, 

sie drücken auf mein ganzes Sein. 
Meine Seele zerbricht unter ihrer Last, 
auf solch einen Schmerz ist man niemals gefasst. 
Ich weiß, dass du mich verlassen wirst, 
und hoffe, dass du in meinen Armen stirbst. 
Ein letztes Mal dir in die Augen sehen, 
ein letztes Mal dir deinen Kummer nehmen. 
So lange bist du nun mein Freund, 
wir haben gespielt, geschmust, und zusammen geheult. 
Und nun lässt mir ein Gedanke keine Ruh': 
Ich weiß nicht, was ich wohl ohne dich tu'.
Siehst du mich an, dann strahlt mein Herz, 
bin ich traurig, so nimmst du mir den Schmerz. 
Jedes Mal, wenn ich verzweifelt war, 
kamst du zu mir und warst für mich da. 
Und nun steh ich da und kann nichts für dich tun, 
kann nicht klar denken, essen und nicht ruh'n, 
Die Welt würd ich einreissen, nur für dich!
Bitte, bitte, … verlass mich nicht!
Denn uns're Seelen sind die gleichen, 
ein Stück von meiner wird mit dir weichen. 
ich werde ein Schatten meiner selbst, 
bis du irgendwann wieder mein Dasein erhellst. 
Ich hoffe es gibt ihn, diesen Himmel, 
und unter diesem ganzen Gewimmel, 
haben wir uns sicher schnell gefunden, 
und bleiben dann für immer verbunden!
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